Mit dem Forum Hobbykunst und den künstlerischen Arbeiten von Thomas Ludewig führt der Thüringer Landtag das Ausstellungsjahr 2026 fort. Thomas Ludewig wurde 1962 in Zwickau geboren und zog 1976 nach Beichlingen, wo er noch heute lebt. Er studierte Veterinärmedizin in Leipzig, arbeitete an der Universität und in Halle. Ausgleich von der Arbeit fand er in der Kunst. 

Wenngleich er die Keramik nie zur Profession gemacht hat, ist sie seit über drei Jahrzehnten seine Passion. Seit 1996 stellt er regelmäßig in der Region aus. 

Bei seiner Präsentation aus drei Jahrzehnten legt Thomas Ludewig keine Schwerpunkte, da seine Kunst fließende Prozesse darstellen. So fließen andere Materialien zunehmend in seine Werke ein. Altes Metall beispielsweise. Für das Holz passend, versucht er, Keramiken zu schaf­fen, die in Größe, Form und Färbung mit dem toten Holz eine ästhetische Einheit bilden. Die Keramik wird am Ende auf das Holz montiert. Die Umwertung des Holzes zu Assemblagen geschieht auf ästhetischer Ebene, und scheinbar wertlos gewordene Dinge bekommen so ein weiteres Leben zurück, diesmal als Kunstobjekt für die Wand, deren Betrachten uns die Vergänglichkeit vor Augen führt. Aber auch die tröstliche Möglichkeit einer gewissen „Auferstehung“. Unterschwellig faszinieren ihn die im künstlerischen Entstehungsprozess vereinten Gewalten: Erde und Ton – gebrannt im Feuer; Holz, ausgewaschen und bearbeitet im Wasser.