Erster „TAG der Demokratiegeschichte“
Der Thüringer Landtag begeht den ersten „Tag der Demokratiegeschichte“ in diesem Jahr mit einer Freiluftausstellung, einer Lichtprojektion und einer Podiumsdiskussion. Die Anbringung einer Plakette weist den Landtag zudem künftig als einen von bundesweit rund 260 „Orten der Demokratiegeschichte“ aus.
Am 18. März wird unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erstmals der „Tag der Demokratiegeschichte“ begangen. Dieser Tag war in vielfacher Hinsicht ein Schicksalstag deutscher Demokratiegeschichte, wie am 18. März 1848 mit dem Beginn der Märzrevolution oder am 18. März 1990 mit der einzigen freien Volkskammerwahl der DDR. Bundesweit sind rund 260 „Orte der Demokratiegeschichte“ eingeladen, mit Veranstaltungen die Demokratie und ihre Geschichte in Deutschland zu feiern.
Der Thüringer Landtag steht mit seinen Gebäuden aus drei verschiedenen Epochen sinnbildlich für einen Prozess, der nach den Erfahrungen zweier Diktaturen im heutigen demokratischen Selbstverständnis unserer Verfassung mündete und weiter fortgeschrieben wird. Als einer von 16 Thüringer „Orten der Demokratiegeschichte“ beteiligt er sich mit verschiedenen Aktionen an dem Gedenktag.
17. März
Anbringung der Plakette „Ort der Demokratiegeschichte“ am Eingang des Abgeordnetengebäudes (Arnstädter Straße) mit Landtagspräsident Dr. Thadäus König und einem Vertreter der Stiftung „Orte der deutschen Demokratiegeschichte“
17. und 18. März, 18-22 Uhr
Lichtprojektion von Orten der Demokratiegeschichte in Thüringen an der Wand des Funktionsgebäudes im Innenhof des Thüringer Landtags (vom Hochhausvorplatz, Johann-Sebastian-Bach-Straße, aus zu sehen)
18. bis 30. März
Freiluftausstellung zu Orten der Demokratiegeschichte auf dem Hochhausvorplatz (Johann-Sebastian-Bach-Straße)
18. März, 11.30 Uhr
moderierte Podiumsrunde im Plenarsaal
In einem moderierten Gespräch blicken Abgeordnete der ersten und letzten frei gewählten Volkskammer der DDR auf prägende Momente der Demokratie in Thüringen sowie die Anfänge des demokratischen Zusammenlebens nach dem Zusammenbruch der SED-Diktatur und kommen über heutige Herausforderungen für die Demokratie ins Gespräch mit:
- Dr. Thadäus König, Präsident des Thüringer Landtags
- Johanna Arenhövel (CDU), damals Demokratischer Aufbruch
- Dr. Ursula Fischer (PDS)
- Rolf Berend (CDU)
- Dr. Gert Meißner (FDP) (angefragt)
- Dr. Christine Klaus (SPD) (angefragt)
- Irene Ellenberger (SPD) (angefragt)
Moderiert wird die Veranstaltung von dem ehemaligen Journalisten und Pressesprecher des Justizministeriums Eberhardt Pfeiffer. Die Podiumsrunde wird ab 11.30 Uhr auf der Website des Landtags im Livestream übertragen und ist anschließend in der Mediathek abrufbar.