„ich bin…“ – Weil jedes Kind Spuren hinterlässt

Manche Kinder dürfen nur für eine sehr kurze Zeit bleiben. Manche sterben noch bevor sie das Licht der Welt erblicken, andere während oder kurz nach der Geburt. Doch so kurz ihr Leben auch gewesen sein mag – für ihre Eltern und Familien sind sie ihre Kinder. Sie haben einen Namen, eine Geschichte und einen festen Platz in ihrem Leben.

Die Wanderausstellung „ich bin…“  der Dein Sternenkind Stiftung möchte diesen Kindern Sichtbarkeit geben. Sie möchte zeigen, dass ein kurzes Leben nicht weniger bedeutsam ist und dass die Erinnerung an ein Sternenkind für die betroffenen Familien von unschätzbarem Wert sein kann. Gleichzeitig möchte die Ausstellung Berührungsängste abbauen und dazu beitragen, offener über ein Thema zu sprechen, für das in unserer Gesellschaft oft noch die richtigen Worte fehlen.

Seit 2013 ist die Dein Sternenkind Stiftung für betroffene Familien da. Ehrenamtlich tätige Fotografinnen und Fotografen werden in Kliniken, Geburtshäuser oder zu den Familien gerufen, um dort behutsame und würdevolle Erinnerungsbilder der verstorbenen Kinder anzufertigen. Für die Eltern entstehen dabei keinerlei Kosten. Inzwischen konnte die Stiftung bereits mehr als 35.000 Eltern mit den Bildern ihrer Sternenkinder beschenken. 

Es sind Bilder, die bleiben, wenn gemeinsame Erinnerungen an ein ganzes Leben nicht entstehen konnten. Bilder, die Eltern auch Jahre später zeigen können: Das ist unser Kind. Eine Auswahl dieser berührenden Fotografien ist ab dem 6. Oktober im Foyer des Hochhauses im Thüringer Landtag zu sehen.

 
© Dein-Sternenkind Stiftung ("Anabelle")
© Dein-Sternenkind Stiftung ("Frieda")
© Dein-Sternenkind Stiftung ("Jace")
© Dein-Sternenkind Stiftung ("Marlene")