Liebe Bürgerinnen und Bürger Thüringens,
unser Freistaat hat sich festlich geschmückt. In allen Dörfern und Städten erstrahlen Lichterketten, Schwibbögen und Weihnachtsbäume. Sie künden vom Geist der Weihnacht und ihrer stillen Freude, die uns alle erfasst.
Besonders die Kerzen ziehen mich jedes Jahr zur Weihnachtszeit in ihren Bann. Kerzen in der Hektik des Alltags strahlen Ruhe, Einkehr und Besinnung aus. Sie erinnern mit ihrem Flackern an das Auf und Ab im Leben eines jeden Einzelnen, im Leben eines Volkes. Sie sind zugleich Symbol für das Licht der Hoffnung.
Viele meinen, dieses Licht nicht mehr zu sehen. Sie fürchten, mit ihren vielen Sorgen und Problemen, mit ihrer Einsamkeit nicht mehr fertig zu werden. Ich möchte Sie dazu ermutigen auf die Zukunft mit Gottvertrauen zu schauen. Lassen Sie uns dabei aufeinander achten, einander helfen, ermutigen und trösten.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
ein ereignisreiches und turbulentes Jahr, das viele Anstrengungen und Belastungen mit sich brachte, geht zu Ende. Die Auswirkungen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise waren für viele deutlich spürbar. Ich denke dabei vor allem an Opel Eisenach. Die Thüringer Politiker tun alles in ihrer Macht Stehende, um die Arbeitsplätze bei Opel, aber auch bei allen anderen Unternehmen und Firmen im Freistaat zu erhalten! Darüber hinaus sind die vorrangigen Ziele: neue Arbeitsplätze schaffen, den Wirtschaftsstandort Thüringen weiter stärken und unseren Kinder durch erstklassige Bildungsangebote einen guten Start ins Leben ermöglichen.
Das Wahljahr 2009 hat auch für Thüringen einige Veränderungen mit sich gebracht. Im neu gewählten Landtag sind nun fünf Fraktionen vertreten. Auch wurden viele neue Abgeordnete gewählt. Der Landtag ist gut aufgestellt und kann mit Frische und Tatkraft die Interessen der Bürgerinnen und Bürger Thüringens vertreten.
Wir haben zugleich ein Jahr der Jubiläen hinter uns. Wir feierten den 250. Geburtstag Schillers, 90 Jahre Bauhaus, 60 Jahre Grundgesetz und in diesem Herbst 20 Jahre friedliche Revolution. Schauen Sie gemeinsam mit mir auf das, was wir schon erreicht haben. Wir haben in unserer Geschichte erlebt, wie viel Kraft aus Gemeinsamkeit entsteht, welche nie für möglich gehaltenen Ziele man mit Optimismus, Tatkraft und Mut erreichen kann.
Ich wünsche uns am Ende des Jahres Mut, Tatkraft, Optimismus, um unsere Pläne, Hoffnungen und Träume zu verwirklichen. Thüringen ist ein Land, in dem es sich zu leben lohnt – und wir alle wollen, das es dabei bleibt!
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
wir feiern Weihnachten. Was uns in diesem Fest verbindet, ist der Wunsch nach Liebe und Zuwendung, nach Besinnung und Menschlichkeit, nach Ruhe und Geborgenheit, nach Füreinander und Miteinander. Das alles sind Dinge, die wir uns als Geschenke nicht kaufen können. Sie liegen nicht auf einem der überfüllten Ladentische oder in einem der überbordenden Regale in den Geschäften. Sie haben keinen Preis im vorweihnachtlichen Einkaufsrausch, aber sie sind von unendlichem Wert für unsere Gesellschaft. Eine freie, demokratische Gesellschaft wie die unsere, lebt vom Tätigsein und Mittun seiner Bürger. Von ihrem Engagement, von ihrer Courage, von ihrer Kreativität.
Genau das haben bei uns in Thüringen im vergangenen Jahr unzählige Menschen vorgelebt. Hierfür danke ich Ihnen ganz herzlich. Mein besonderer Dank geht an alle, die sich in sozialen Bereichen engagieren! Durch Ihre Hilfe werden seelische und materielle Notlagen gelindert. Dank Ihrem Engagement leben wir in einer Gesellschaft, in der Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe einen hohen Stellenwert besitzen.
Ihnen und Ihren Angehörigen wünsche ich ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und für das Neue Jahr 2010 alles erdenklich Gute! Gesundheit, Freude, Zuneigung, beruflicher Erfolg und innere Zufriedenheit sollen Ihre Wege begleiten.
Ihre