20. Jahrestag der freien Volkskammerwahl

17.03.2010

Diezel erinnert an Frühling der Demokratie

Am 18. März jährt sich zum zwanzigsten Mal die erste und zugleich letzte Wahl zur Volkskammer der DDR, die demokratischen Wahlgrundsätzen entsprach. Landtagspräsidentin Birgit Diezel erinnerte heute in Erfurt an dieses weichenstellende Ereignis.

„Der Urnengang am 18. März 1990 war eine eindrucksvolle Manifestation des sich rasch entwickelnden demokratischen Bewusstseins im Osten Deutschlands – und des Willens zur Herstellung der deutschen Einheit“, sagte Frau Diezel mit Blick auf das Jubiläum. „Vierzig Jahre lang war den Menschen in der DDR die Ausübung des Grundrechts auf freie und geheime Wahlen verwehrt worden. Einheitslisten und Fälschungen hatten die Wahlen zu einer Farce gemacht, und nicht zuletzt die Empörung über derartige Machenschaften löste die friedliche Revolution des Herbstes 1989 aus. Der März 1990 wurde zu einem Frühling der Demokratie. Die ganz überwiegende Mehrheit der Wähler entschied sich am 18. März für die parlamentarische Demokratie, die soziale Marktwirtschaft und die Wiedervereinigung beider deutscher Staaten. Der 18. März ist deshalb ein Tag, der neben dem 9. November 1989 und dem 3. Oktober 1990 einen herausgehobenen Platz in den Geschichtsbüchern beanspruchen kann.“

 


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