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Petitionsausschuss des Thüringer Landtags

27.06.2017

Lösung für Schlotheimer Hausarztpraxis in Sicht

Die Vorbereitungen für eine Wiedereröffnung einer seit geraumer Zeit geschlossenen Hausarztpraxis in Schlotheim laufen auf Hochtouren. Dies bestätigte die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen (KVT) dem Petitionsausschuss im Rahmen einer Anhörung am 8. Juni 2017. Der Petitionsausschuss hatte Vertreter der KVT eingeladen, da Bürger in einer Petition beklagt hatten, dass die medizinische Versorgung der Bürger von Schlotheim nicht gesichert sei.

Die Petition war bereits mehrfach Gegenstand der Beratungen im Petitionsausschuss. Da die Bedarfsplanung für den ambulanten vertragsärztlichen Bereich von der KVT in eigener Verantwortung umgesetzt wird, suchte der Petitionsausschuss im Dialog mit der KVT nach Möglichkeiten zur Lösung der Problematik. Darüber hatte der Petitionsausschuss auch bereits in seiner Pressemitteilung vom 2. Juni 2017 informiert.

Wie die KVT mitteilte stehe das Nachbesetzungsverfahren für den vertragsärztlichen Sitz der seit längerem erkrankten Ärztin kurz vor dem Abschluss. Man habe sich für eine langfristige Lösung für die unbesetzte Praxis in Schlotheim eingesetzt. Davon unabhängig hätte die KVT auch eine Sonderbedarfszulassung befürwortet, um eine Verbesserung der regionalen medizinischen Versorgung zu erreichen. Allerdings sei darauf keine Bewerbung erfolgt. Nunmehr gibt es konkrete Pläne, wonach die Praxis von einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) übernommen werden soll. Dort sollen auch die bisherige und eine weitere Ärztin angestellt werden. Ziel sei es, die Praxis im Herbst dieses Jahres wieder zu eröffnen. Langfristig gebe es Pläne, einem jungen Mediziner in der Zukunft die Übernahme der Praxis zu ermöglichen.

Gerade im ländlichen Bereich ist die Niederlassung von Ärzten in der Regel schwierig. Daher begrüßte der Petitionsausschuss besonders das Konzept zur Sicherung der Zukunft der Schlotheimer Praxis.

Die KVT versicherte den Mitgliedern des Petitionsausschusses darüber hinaus auch, dass der zuständige Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen generell regelmäßig prüfe, ob es lokalen Versorgungsbedarf gebe, der dann auch entsprechend ausgewertet werde. Sollte eine lokale Unterversorgung festgestellt werden, könnten geeignete Maßnahmen eingeleitet werden.

Nach der aktuellen Bedarfsplanung geht die KVT davon aus, dass die hausärztliche Versorgung im Planungsbereich Mühlhausen, zu dem Schlotheim gehört, in ausreichendem Maß abgesichert ist.

Im Hinblick auf die in Aussicht stehende Lösung hat der Petitionsausschuss das
Petitionsverfahren abgeschlossen.

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