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Zwangsumsiedlungen in der DDR

15.06.2017

Carius und Höhn gedenken Opfern des SED-Unrechts

Morgen (Freitag) wird Landtagspräsident Christian Carius um 11.00 Uhr auf einem gemeinsamen Gedenkakt des Landtags und der Landesregierung in der Pfarrkirche St. Marien in Streufdorf (Landkreis Hildburghausen) der Opfer der Zwangsumsiedlung der DDR mit einem Grußwort gedenken. Vizepräsident Uwe Höhn wird am Gedenkstein vor der Kirche Worte des Gedenkens an die Gäste richten. Zeitzeugen der Zwangsumsiedlung werden zugegen sein und mit Schülern ins Gespräch kommen.

Historikern zufolge sollen insgesamt zwischen 11.000 und 12.000 Menschen bei den Aktionen „Ungeziefer“ (1952) und „Kornblume“ (1961) zwangsumgesiedelt worden sein. Ca. 3.000 Menschen sollen sich durch Flucht aus der DDR der Zwangsumsiedlung entzogen haben.

Landtagspräsident Christian Carius sagte heute vorab in Erfurt: „Das Schicksal Streufdorfs steht symbolisch für die Unmenschlichkeit der SED-Diktatur. Durch die DDR-Zwangsumsiedlungen wurden tausende Familien oft mitten in der Nacht brutal aus ihrem Zuhause verschleppt, ihrer Heimat beraubt. Es ist wichtig, dass auf unserer Gedenkveranstaltung Opfer dieses SED-Unrechts zu Wort kommen und ihre Erlebnisse an Schüler weitergeben. Der Gedenktag soll helfen, SED-Unrecht in Erinnerung zu behalten und der Verharmlosung durch Ewiggestrige vorzubeugen.“

Zeit: Freitag, 16. Juni 2017, 11.00 Uhr
Ort: Straufhain, OT Streufdorf, Pfarrkirche St. Marien Obere Marktstraße 3

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