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Landtagspräsident erinnert an Volksaufstand

16.06.2016

Carius: Gedenktag für die Opfer des DDR-Unrechts ist zeitlose Institution

Morgen (Freitag) findet anlässlich des Gedenktags für die Opfer des DDR-Unrechts eine Gedenkveranstaltung des Thüringer Landtags gemeinsam mit der Stadt Mühlhausen in der dortigen Kornmarktkirche statt. Landtagspräsident Christian Carius wird die Veranstaltung zusammen mit dem Mühlhäuser Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns eröffnen. Danach hält die Archivarin und Autorin Regina Hornischer einen Vortrag zum Thema „Der 17. Juni 1953 in Mühlhausen und Umgebung“. Anschließend findet eine Podiumsdiskussion mit Zeitzeugen statt. Anlässlich des bevorstehenden Jahrestags des Volksaufstands vom 17. Juni 1953 in der ehemaligen DDR mahnt Landtagspräsident Christian Carius, das Gedenken an den Volksaufstand aufrechtzuerhalten: „Der 17. Juni steht für die blutige Niederschlagung des Volksaufstandes in der DDR. Als Vorbote der Freiheit und der Wiedervereinigung Deutschlands führt uns das Ereignis eindrucksvoll vor Augen, dass sich die Sehnsucht nach Freiheit nicht eindämmen lässt. Es erinnert uns zugleich daran, dass Demokratie täglich gelebt und verteidigt werden muss. Wir stehen heute in der Verantwortung, die Erinnerung an das Geschehene als Mahnung an die kommende Generation weiterzugeben. Auch wenn die 1989 errungenen Freiheiten heute allgegenwärtig sind, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sind nicht selbstverständlich.“

Zeit: Freitag, 17. Juni 2016, 10.30 Uhr
Ort:
  Mühlhausen, Kornmarktkirche, Kornmarkt

„Es ist und bleibt ein bedeutsamer Markstein deutscher und europäischer Freiheitsgeschichte. Deshalb ist der nationale Gedenktag für die Opfer der SED-Diktatur am 17. Juni so bedeutsam. Damit wird nicht nur das Leid derer gewürdigt, die sich an diesem Tag des Jahres 1953 vergeblich gegen die SED-Herrschaft auflehnten und eingekerkert oder verfolgt wurden. Alle, die über 40 Jahre hinweg unter politischer Willkür, Rechtsbeugung, Zwangsaussiedlungen, Enteignungen oder Ausbürgerungen gelitten haben, bekommen endlich einen gebührenden Platz in unserer Erinnerungskultur“, sagte der Landtagspräsident weiter. „Wir erleben gerade in der jüngsten Zeit, wie wichtig das Werben für Demokratie ist. Ihr Kern ist das freie Wort und die sachliche Auseinandersetzung mit Argumenten. Meinungsverschiedenheiten sind nicht nur auszuhalten, sondern unverzichtbar, um im Wettstreit der Ideen die besten Lösungen für unser Land zu finden. Der noch recht junge Gedenktag für die Opfer des DDR-Unrechts ist bereits jetzt eine zeitlose Institution, die vor dem Fehlen von Grundfreiheiten warnt und das Erringen von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit als kostbares Geschenk würdigt“, so Carius abschließend.

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