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Petition für sauberes Trinkwasser für die Siedlung Schern

07.09.2018

Auswärtige Sitzung des Petitionsausschusses

Um die Einwohner des Ortsteils Schern von Großwechsungen (Gemeinde Werther) bei ihrem Einsatz für sauberes Trinkwasser zu unterstützen, wird der Petitionsausschuss am kommenden Freitag, 14. September 2018 um 10.30 Uhr eine öffentliche auswärtige Sitzung vor Ort durchführen. Das teilt der Thüringer Landtag heute in Erfurt mit.

Die Bewohner der Siedlung hatten sich mit der Bitte um Hilfe an den Petitionsausschuss des Thüringer Landtags gewandt, weil das Wasser, das sie aus eigenen Brunnen beziehen, in hohem Maße nitratbelastet ist und als Trinkwasser nicht verwendet werden darf. Dies war vor etwa zwei Jahren durch das Gesundheitsamt festgestellt worden. Seitdem decken die Einwohner ihren Trinkwasserbedarf mit  Flaschenwasser aus dem Handel. Die Betroffenen beklagen, dass der zuständige Zweckverband Wasserverband Nordhausen sich seiner Verantwortung entziehe und weder zu einem Anschluss der Siedlung an die zentrale Trinkwasserversorgung noch zu einer sonstigen akzeptablen Lösung des Problems bereit sei. Der Petitionsausschuss unterstützt das Anliegen der Anwohner und sieht den Zweckverband in der Pflicht, im Rahmen der Daseinsvorsorge sicherzustellen, dass die Haushalte des Ortsteils mit gesundheitlich unbedenklichem Trinkwasser versorgt werden.

Zeit: Freitag, 14. September 2018, 10:30 Uhr

Ort:   99735 Werther, Siedlung Schern

Der Zweckverband lehnt einen Anschluss der Siedlung Schern an sein Trinkwassernetz ab mit der Begründung, dies sei aufgrund der geringen Anzahl der Haushalte und der Länge der erforderlichen Versorgungsleitung wirtschaftlich nicht vertretbar. Der Petitionsausschuss hat den Zweckverband daher aufgefordert, den Bewohnern eine annehmbare Alternativlösung anzubieten. Im Rahmen eines Ortstermins zeichnete sich die Möglichkeit ab, die Siedlung über einen an geeigneter Stelle anzulegenden zentralen Brunnen zu versorgen, sofern  hierfür ein Standort mit möglichst wenig belastetem Grundwasser gefunden werden kann. Der Zweckverband hat jedoch klargestellt, dass er sich an den dafür erforderlichen Investitionen und auch an den Kosten einer zunächst benötigten Probebohrung nicht beteiligen könne, so dass die Anwohner für die Finanzierung aufkommen müssten.

Die öffentliche Anhörung der Petentin wird nach einer Besichtigung der Situation vor Ort um 11.30 Uhr im Hotel Werther Hof, Neuer Weg 34, 99735 Werther, fortgesetzt. Der Ausschuss hofft, im Gespräch mit allen Beteiligten, d.h. den Anwohnern sowie Vertretern des Zweckverbands und dem Bürgermeister der Gemeinde Werther, einer Lösung der für die Betroffenen belastenden Situation näherzukommen. Für die Landesregierung haben Staatsekretär Uwe Höhn (TMIK) und Staatsekretär Olaf Möller (TMUEN) ihre Bereitschaft zur Teilnahme erklärt.

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