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Carius eröffnete Ausstellung zu „Wolfskindern“

12.04.2018

Heimatlose Kinder aus Ostpreußen in den Nachkriegswirren

  • Landtagspräsident Christian Carius begrüßt die Gäste der Vernissage.
  • Litauens Botschafter S.E. Darius Semaska bedankt sich für das Zustandekommen der Ausstellungseröffnung.
  • Der Vorsitzende des Freundeskreises Litauen im Thüringer Landtag, MdL Jens Krumpe, spricht zu den Gästen über die Parlamentspartnerschaft zwischen Seimas und Landtag.

Am 12. April 2018 eröffnete Landtagspräsident Christian Carius die Ausstellung „Wolfskinder. Auf dem Brotweg von Ostpreußen nach Litauen 1945 – 1948“ im Foyer vor dem Besucherzentrum des Landtags.

Zudem sprachen der Botschafter der Republik Litauen in Deutschland SE Darius Jonas Semaška, der Vorsitzende des Freundeskrieses Litauen im Thüringer Landtag Jens Krumpe, MdL und die Direktorin des Litauischen Zentrums für die Erforschung von Genozid und Widerstand Teresė Birutė Burauskaitė.

Initiiert vom Freundeskreis Litauen wird die Wanderausstellung des Litauischen Zentrums für die Erforschung von Genozid und Widerstand mit Unterstützung der Litauischen Botschaft zum ersten Mal in Deutschland gezeigt. Sie gastiert im Landtag bis zum 20. Mai 2018.

Der Vorsitzende des Freundeskreises Litauen Jens Krumpe erklärte vorab:

„Anlässlich des Jubiläums der 100-jährigen Unabhängigkeit Litauens ist es dem Freundeskreis Litauen ein besonderes Anliegen, die vom Litauischen Zentrum für die Erforschung von Genozid und Widerstand produzierte Ausstellung „Wolfskinder: Auf dem Brotweg von Ostpreußen nach Litauen 1945–1948“ zu unterstützen. Die historische Schau, die neben den originalen Textdokumenten auch gefilmte Zeitzeugenberichte enthält, verfolgt das Ziel, eines der tragischsten Kapitel in der gemeinsamen Geschichte Litauens und Ostpreußens im 20. Jahrhundert wissenschaftlich aufzuarbeiten und anschaulich darzustellen.“

Hintergrund:

Als Wolfskinder bezeichnet man die im nördlichen Ostpreußen am Ende des Zweiten Weltkrieges durch Kriegseinwirkungen zeitweise oder dauerhaft elternlos gewordenen heimatlosen Kinder. Um unter schwierigsten Bedingungen in den ersten Nachkriegsjahren zu überleben, flüchteten diese in das Baltikum.

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