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„Die Würde des Menschen ist unantastbar" - Stéphane Hessel zum 100. Geburtstag

„Die Würde des Menschen ist unantastbar" - Stéphane Hessel zum 100. Geburtstag

Wanderausstellung der Maria Pawlowna Gesellschaft Weimar

Zeitraum: 19. Oktober bis 3. November 2017
Eröffnung: Donnerstag, 19. Oktober, 10.00 Uhr
Ort: Zwischengang

Flyer
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Am kommenden Donnerstag wird Landtagspräsident Christian Carius gemeinsam mit Prof. Dr. Benjamin Immanuel Hoff, Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, Schirmherrin und Ministerpräsidentin a. D., Christine Lieberknecht und dem Kurator Wolfgang Knappe die Ausstellung „Die Würde des Menschen ist unantastbar - Stéphane Hessel zum 100. Geburtstag“ eröffnen. Schüler der Klosterschule Roßleben werden die Vernissage im Thüringer Landtag künstlerisch begleiten.

„Hessel war ein vorbildlicher Europäer. Er zählte zu den maßgeblichen Intellektuellen in Frankreich. Dabei entging Hessel nur knapp dem Tod im Konzentrationslager Buchenwald. Sein Schicksal spiegelt stellvertretend das 20. Jahrhundert mit seinen tiefen Brüchen wider. Die Ausstellung dokumentiert eindrucksvoll das große Engagement Hessels für eine Kultur der Menschenrechte.“ Das erklärte heute (Freitag) Landtagspräsident Christian Carius im Vorfeld der Vernissage in Erfurt.

Mit Wanderausstellungen im Thüringer Landtag und in der Thüringer Landesvertretung in Berlin wird der Freistaat die Lebensleistung des im Februar 2013 verstorbenen Stéphane Hessel würdigen. Hessel war Résistance-Kämpfer, Schriftsteller und Diplomat. Am 20. Oktober 2017 wäre er 100 Jahre alt geworden. Als ehemaliger Buchenwald-Häftling wollte Hessel die Erinnerung an eines der dunkelsten Kapitel der Vergangenheit wachhalten.

Zeit: Donnerstag, 19. Oktober 2017, 10.00 Uhr
Ort:
  Erfurt, Thüringer Landtag, Zwischengang, Jürgen-Fuchs-Straße 1

Hessels lebenslanges Engagement und seine außergewöhnlichen Verdienste um die Förderung einer Kultur der Menschenrechte haben ihn in zahlreichen Ländern viel Anerkennung zuteilwerden lassen. Mehrfach war Stéphane Hessel in Weimar und in Kromsdorf zu Gast, um über Menschenwürde und Demokratie zu sprechen. Im Jahr 2009 erhielt er den Adam-Mieckiewicz-Preis durch die Stadt Weimar und das Komitee zur Förderung der deutsch-französischen-polnischen Zusammenarbeit e.V. („Weimarer Dreieck“) für seine Verdienste. Der gebürtige Berliner starb 2013 in Paris.

Viele der Begegnungen mit Hessel wurden von der Fotografin Britta Rost dokumentiert. Diese Bilder stellte der Kurator Knappe in einer Wanderausstellung zusammen. Seit ihrer Premiere in 2013 im Thüringer Landtag ist die Ausstellung in Deutschland, Frankreich und Polen unterwegs. Aufgrund des Interesses gibt es mehrere Fassungen der Ausstellung. Nun sind zwei Varianten in Erfurt und Berlin zu sehen. 

Im Landtag ist die Ausstellung bis zum 2. November Montag bis Freitag (außer an Plenartagen und am Wochenende nach Vereinbarung – Tel.: 0361 37 72005) in der Zeit von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.